Gaewfric in Kriegszeiten - Militärische Ausrüstung

Da Gaewfric in Flandern aufwuchs und bereits früh den Umgang mit dem Bogen erlernte - eine einfache Waffe für einfache Leute - lag es nahe, dass er sich jenem abenteuerlichen Unternehmen, dass der Herzog der Normandie durchzuführen beabsichtigte, als Bogenschütze anschließt. Getrieben von Abenteuerlust und der vagen Aussicht auf einen Anteil an der Kriegsbeute, aber auch der Hoffnung auf dem Weg wieder in seine alte Heimat zu gelangen schließt er sich einem Söldnerkontingent aus Franken, Flamen und Saliern unter der Führung des Grafen Robert von Eu an.

Gaewfric in mititärischer GewandungDa Gaewfric ein einfacher Mann ist, unterscheidet sich seine militärische Ausrüstung und Bekleidung nur wenig von seiner zivilen. Uniformen, wie wir sie heute kennen, gab es im 11. Jahrhundert noch nicht. Die einfachen Männer, die in den Fernwaffenkompanien dienten hatten in der Regel noch nicht einmal eine einfache Rüstung, da diese viel zu teuer gewesen wäre.

So trägt Gaewfric neben seiner zivilen Kleidung und Ausrüstung nur wenige weitere Gegenstände mit sich. Die Beine sind vom Knie abwärts mit wollenen Bandagen umwickelt, um vor Gestrüpp geschützt zu sein. In einer Umhängetasche aus Loden trägt er - einigermaßen regensicher - einige zusätzliche Sachen, wie Feuerstein und Zunder und vor allem etwas Brot, Käse und Speck als Verpflegung bei sich. Wasser transportiert er in einer ledernen Feldflasche, die mit Bienenwachs abgeddichtet ist.

In einem verschließbaren Leinensack, den er zum Transport über dem Rücken trägt, (im Gefecht wird er ihn an der Hüfte am Gürtel befestigt tragen, um schneller an seine Pfeile zu kommen - Rückenköcher sind wohl eher eine Erfindung Hollywoods) transportiert er seine gut zwei Dutzend Pfeile, der mannshohe Bogen aus Eibenholz mit einer Zugkraft von ca. 80 - 100 Pfund steckt ebenfalls in einer Hülle aus Leinen, die er über dem Rücken trägt. Einen Helm, oder gar ein Kettenhemd besitzt er nicht.

Möglicherweise trägt er ein zusätzliches Haumesser (ähnlich einem Sax) als Zweit- bzw. Notfall- oder Nahkampfwaffe. Aber sollte er in die Situation geraten, diese Waffe benutzen zu müssen, stehen seine Chancen gegen einen wahrscheinlich besser gerüsteten Gegner ohnehin ziemlich schlecht. In einem weiteren kleinen Lederbeutel transportiert er etwas Sehnenwachs, eine Ersatzsehne und etwas Garn zum reparieren von Pfeilen bei sich.

So augerüstet tritt er seinem größten Abenteuer aber auch einer ungewissen Zukunft entgegen...

Im Folgenden wird seine militärische Ausrüstung im Detail beschrieben.

Bogen

Gaewfrics Bogen ist ca. 1,90 Meter lang und aus Eibenholz gefertigt. Er hat einen ovalen Querschnitt und ist im Gegensatz zu den bekannten englischen Langbögen des späten Hochmittelalters und des Spätmittelalters nicht aus einem Viertelstamm, sondern aus einem kompletten, entsprechend dicken Ast oder dünnem Stamm geschnitten. . Weiterlesen...

Pfeilsack und Pfeile

Der Pfeilsack besteht aus Leinen und wird zum Transport über der Schulter getragen. Im Gefecht allerdings wird er am Gürtel befestigt, um schneller an die Pfeile zu gelangen. Weiterlesen...

Lederbeutel mit Bogenzubehör

In einem weiteren Beutel verstaut Gaewfric Bogenzubehör wie Ersatzsehne oder Sehnenwachs. Weiterlesen...

Umhängetasche mit "Feuerzeug" und Verpflegung

Die Umhängetasche aus Loden beinhaltet z.B. Nahrung oder Feuerzeug aus Zunder, Schlageisen und Feuerstein . Weiterlesen...

Feldflasche

Gaewfrics Feldflasche besteht aus Leder, das mit Binenwachs abgedichtet wurde. Weiterlesen...

Wadenwickel

Um die Beine vor Gestrüpp zu schützen und die Beinlinge zu schonen, trägt Gaewfric wollene Wadenwickel . Weiterlesen...

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